Was hält den Sex in einer längeren Beziehung aufregend und frisch?

Auf der Suche nach dem richtigen Partner? Kultivierte Singles finden Sie bei ElitePartner.de Der Deutsche befriedigt seinen Sexualwunsch im Durchschnitt 2,6 Mal pro Woche. Dazu meint der Experte Prof. Ulrich Clement: "Es gibt Menschen, für die ist 5 Mal am Tag normal und welche, für die ist 1 Mal im Leben schon zu viel." Das fand ich schön auf den Punkt gebracht. Je nach Temperament also gibt es durchaus eklatante Unterschiede, die natürlich am besten bereits am Anfang einer Beziehung Berücksichtigung finden sollten. Aber so etwas merkt man doch eigentlich relativ schnell, oder? Eine andere Frage ist die nach dem stetigen Abnehmen des sexuellen Begehrens im Laufe einer Beziehung. Nach 5 Jahren halbiert sich die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs und die Inanspruchnahme von Ratgebern und Heilsbringern in Sachen Sex nimmt reziprok zu, so z.B. der Bestseller von Richard Emerson "Best Hot Sex", wo es um die Vielfalt der Körperstellungen beim GV geht. Das aber ist erwiesenermaßen KEIN Heilmittel gegen zunehmende Verschnarchtheit im Bett. Ein gern unternommenes Experiment in diesem Zusammenhang ist, einem Paar vorzuschlagen, doch einmal über einen bestimmten Zeitraum (ich glaube, in diesem Fall waren es 20 Tage) JEDEN TAG ohne Unterbrechung Sex zu haben. Natürlich passierte das, was einem der gesunde Menschenverstand schon sagt, nämlich das Aufkommen einer zunehmenden Spannung - im negativen Sinne - zwischen den Partnern und schließlich der Abbruch des Experiments. Was lernen wir daraus: jedweder Zwang, ob von Außen oder von Innen, ist tödlich für eine lustvolle gemeinsame Erotik. Die üblichen Mittel gegen ein nachlassendes Begehren sind bekannt und werden deswegen auch am häufigsten praktiziert: verzweifeltes Abdrehen in ungewöhnliche, bisher verschmähte Praktiken, wie z.B. Sadomaso, und dann natürlich das Fremdgehen. 37 Prozent der Männer und 39 Prozent der Frauen sind schon einmal während der Ehe fremdgegangen. Pro Jahr werden denn auch über 50.000 Ehen in Deutschland geschieden. Als Ursache für den Seitensprung geben 69 Prozent der Männer und 48 Prozent der Frauen "Lust auf neue sexuelle Erfahrungen" an; bei 22 Prozent ist es eine "Neue Liebe" und immerhin 13 Prozent machen es aus Rachegelüsten heraus, wobei hier wieder die Frauen überwiegen. Die Geschlechtsrollenstereotype stimmen also auch beim Seitensprung. Was auch bekannt ist und wieder mit evolutionsbiologischen Argumenten begründet wird, ist, dass Frauen stärker auf emotionale und Männer eher auf körperliche Untreue reagieren. Interessant ist schließlich für mich ein Ergebnis gewesen, nachdem eine fehlende Kommunikation zwischen den Partner für vieles Ungemach und auch für nachlassendes Interesse verantwortlich ist. Dabei wird die so genannte "Drittelungshypothese" aufgestellt: Ein Drittel der sexuellen Wünsche zwischen den Partnern wird im Durchschnitt erfüllt, ein weiteres Drittel fällt unter die Rubrik "Null Bock" und ein letztes Drittel unter die Kategorie "Geheimnis". Dieses letzte Drittel ist natürlich interessant, denn es bedeutet, dass ein Paar ungeahnte Potentiale bereithält - wenn die beiden nur darüber reden würden. Also Leute: Babysitter organisieren, Kerze anzünden, Wein entkorken und Farbe bekennen! Es kann nur besser werden!

Sind wir sind ja eigentlich Opfer der Liebe?

Auf der Suche nach dem richtigen Partner? Kultivierte Singles finden Sie bei ElitePartner.de Unterschiedliche "Mechanismen" im Kopf würden dazu führen - so der Experte - dass wir Liebesdinge "nicht unter Kontrolle" haben würden. Dies gelte in erster Linie für den Prozess des Sich-Verliebens. Bei den Partnern wird ein "Belohnungssystem" im Kopf aktiviert, das dann dazu führt, dass wir möglichst viel Zeit mit dem neuen Partner verbringen; andere Areale im Gehirn werden dagegen eher ausgeschaltet, vorzugsweise solche, die vielleicht eine eher kritische Betrachtungsweise auf den Geliebten nahe legen würden. Psychologen nennen so etwas Idealisierung. Die Hormone werden dann nach dieser Sichtweise dafür verantwortlich gemacht, dass der Sex von den Paaren am Anfang als deutlich aufregender erlebt wird - denn es gibt eine verstärkte Hormonproduktion. Da ist zum Beispiel das Endorphin, das während des Orgasmus in den ganzen Körper gelangt und für Wohlbefinden sorgt. Das Oxytocin wiederum sorgt für zärtliche Gefühle und unterstützt die Bindung zwischen den Partnern, weswegen es auch als Treue- oder Bindungshormon bezeichnet wird. Es wirkt beruhigend, Schmerz lindernd und aktiviert das Immunsystem - eine Argumentation, die bei mir den Gedanken auslöst, ob wir es in neuen Partnerschaften hauptsächlich mit chronischen Schmerzpatienten zu tun haben. Schließlich das Dopamin, das ebenfalls unser Belohnungssystem im Gehirn aktiviert und eine gewisse Zeit lang "high" macht. Da haben wir dann die Gleichsetzung mit einem Süchtigen. Diese ganze biologisch-hormonelle Sichtweise scheint - wie bereits im letzten Blog-Beitrag erwähnt - momentan unheimlich en vogue zu sein. Die Reduktion des Menschen auf biologische Körperabläufe wird nicht in Frage gestellt, sondern muss im Gegenteil für immer mehr Erklärungen - was zwischenmenschliches Verhalten angeht - herhalten. Dabei wird unterschlagen, dass Menschen in erster Linie Beziehungswesen sind, die einer Handlung immer eine ganz bestimmte BEDEUTUNG zumessen: das, was uns in einer ganz bestimmten Lebenssituation wichtig ist und dem wir damit auch eine besondere Priorität zumessen, führt zur Aktivierung ganz bestimmter Bedürfnisse. Jedoch sind diese Zusammenhänge immer komplex und äußerst individuell ausgeprägt. Für den einen bedeutet die neue Liebe vielleicht, dass er Abstand von einer alten gewinnen kann; einem anderen, dass er endlich bestimmte sexuelle Wünsche ausleben kann; und einem dritten, dass er seine Geborgenheits- und Sicherheitsbedürfnisse befriedigt - auch, wenn dies alles nicht unbedingt immer bewusst ist. Die Ausschüttung von Hormonen ist dabei eine Begleiterscheinung und eine Folge solch einer Bedürfnis- und Beziehungskonstellation - und nicht die Ursache. Menschen als Beziehungswesen zu betrachten ist natürlich ungleich komplizierter und schwieriger - und vor allem: man wird immer nur individuelle Antworten für ein einzelnes Paar finden; Verallgemeinerungen werden - ähnlich wie in der Astrologie: "Schützen sind reiselustig" - nur ein oberflächliches Schubladendenken fördern. Man muss sich schon ein wenig mehr Mühe geben.

Quelle: elitepartner.de/km/magazin/partnersuche/artikel

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